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Newsletter 9/2010


1. Höhere Wachstumsprognose für 2010 - eingetrübte Exportaussichten belasten den Ausblick für 2011

Konjunkturtendenzen und Prognosen der Expertengruppe - Konjunkturprognosen des Bundes - Herbst 2010*. Infolge der bis Mitte Jahr über Erwarten lebhaften Konjunkturerholung in der Schweiz erhöht die Expertengruppe des Bundes die Wachstumsprognose für 2010 deutlich auf 2,7% (bisher 1,8%). Weniger positiv als die jüngste Vergangenheit präsentieren sich indes die Aussichten für 2011, weil von den verhaltenen weltwirtschaftlichen Perspektiven sowie der hohen Bewertung des Frankens spürbare Bremseffekte auf das Schweizer Exportwachstum ausgehen dürften. Nach Einschätzung der Expertengruppe wird die konjunkturelle Erholung in der Schweiz 2011 zwar nicht zum Erliegen kommen, mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 1,2% aber deutlich langsamer als 2010 verlaufen.

2. Bund und Wirtschaft lancieren Initiative zur Förderung der E-Economy

Die Schweiz ist mit Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) gut versorgt. Sie tätigt dafür pro Kopf weltweit die höchsten Ausgaben, vermag das damit verbundene Potenzial aber nicht genügend auszuschöpfen. Um dies zu ändern, wird mit dem "eEconomy Board" ein neues Gremium geschaffen, das Projekte anstösst, den Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren sicherstellt und Prioritäten setzt. Dem neuen Gremium gehören Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an. Es steht unter dem Patronat von Bundespräsidentin Doris Leuthard.

3. SuisseID auf Kurs

Der elektronische Identitätsnachweis SuisseID ist im Mai 2010 lanciert worden. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO zieht eine erste Zwischenbilanz: Vor allem Firmen und Institutionen, die grosse Mengen beziehen, interessieren sich für die SuisseID. Dem SECO liegen aktuell Anträge mehrerer Grossabnehmer zum Bezug von 110‘000 SuisseIDs vor. Die Sicherheit der SuisseID erfüllt hohe Ansprüche.

4. Sanierung von Unternehmen wird erleichtert; Bundesrat verabschiedet Botschaft zur SchKG-Teilrevision

Der Bundesrat will die Sanierung von Unternehmen erleichtern. Er hat zu diesem Zweck am Mittwoch eine Botschaft zur Teilrevision des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG) verabschiedet.

5. Das Freihandelsabkommen EFTA-Serbien tritt am 1. Oktober 2010 in Kraft

Das Freihandelsabkommen EFTA-Serbien wird zwischen der Schweiz und Serbien am 1. Oktober 2010 in Kraft treten. Das Abkommen, dem die Eidgenössischen Räte im März 2010 zugestimmt haben, wird die Zölle auf Industrieerzeugnisse und verarbeitete Landwirtschaftsprodukte beseitigen beziehungsweise reduzieren. Gemessen an den Handelsströmen ist Serbien der zweitwichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz in Südosteuropa ausserhalb der EU.

6. Wettbewerbsfähigkeit: Schweiz an der Spitze

Das zweite Jahr in Folge ist die Schweiz das wettbewerbsfähigste Land der Welt. Laut WEF-Bericht zur weltweiten Wettbewerbsfähigkeit belegen Schweden und Singapur die Ränge zwei und drei. Deutschland, das 2010 zwei Plätze gutgemacht hat, wird zum wettbewerbsfähigsten Land der Eurozone. Ausserdem konsolidiert sich der seit einigen Jahren beobachtbare Aufwärtstrend der asiatischen Länder.

7. Zügeln für den Traumjob

51% der Schweizer geben an, sie wären zur Ausübung ihres Traumjobs bereit, umzuziehen. Das sind mehr als in Deutschland oder Österreich, die  für die ideale Stelle einen Umgebungswechsel in Betracht ziehen würden - vielleicht im Bewusstsein der Beschränkungen aufgrund der Kleinräumigkeit ihres Landes. Die Umfrage, die das Stellenportal Monster durchgeführt hat, zeigt andererseits, dass für 27% das familiäre Umfeld wichtiger ist als der Job und dass 22% nur dann einen Umzug in Betracht ziehen würden, wenn der Traumjob mit mehr Verdienst einhergeht.

8. Anhaltende Talentknappheit in der Schweiz

35% der Schweizer Arbeitgeber stossen bei der Besetzung ihrer offenen Stellen auf Schwierigkeiten. Weltweit am stärksten von dieser Talentknappheit betroffen ist Japan (76%), am stärksten davon verschont Irland (4%). Diese Ergebnisse stammen aus einer Manpower-Studie. Diese zeigt ausserdem, dass in der Schweiz Facharbeitende, Buchhalter und Finanzpersonal sowie Ärzte und Gesundheitspersonal (ausser Krankenschwestern) die meistgesuchten Berufe sind.

9. "demografix" - Unterstützung im Age Management

Die Thematik des demografischen Wandels ist seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit präsent, viele Unternehmen scheinen sich der zukünftigen Probleme jedoch noch nicht bewusst zu sein. Eine Analyse zum jetzigen Zeitpunkt kann einen zukünftigen Wettbewerbsvorteil bedeuten.

Das Online-Analysetool "demografix" wurde mit dem Ziel entwickelt, KMUs für bestehende oder zukünftige Probleme des demographischen Wandels zu sensibilisieren.

Unternehmen können im Tool die Altersstruktur der Mitarbeitenden eingeben und einen Fragebogen ausfüllen. Diese Eingaben werden für die Analyse verknüpft und zeigen neben Problemsituationen im Unternehmen auch entsprechende Handlungsspielräume auf.

"demografix" steht unter http://www.demografix.ch/ kostenlos zur Verfügung. "demografix"  wurde von fairness at work mit Unterstützung durch das Bundesamt für Gesundheit BAG, das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt.
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