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Newsletter 9/2009


1. Schweizer Konjunktur stabilisiert sich - 2010 aber nur schleppende Erholung und hohe Arbeitslosigkeit

Konjunkturtendenzen und Prognosen der Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes - Herbst 2009*. Die Weltkonjunktur erholt sich derzeit schneller als erwartet vom vorangegangenen starken Konjunktureinbruch. Auch in der Schweiz hat sich die Rezession im 2. Quartal verlangsamt, und für das zweite Halbjahr kündigt sich eine positive Wende an. Daher rechnet die Expertengruppe des Bundes für das laufende Jahr mit einem weniger starken Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz als noch im Juni (-1,7% anstatt -2,7%). Allerdings ist zu befürchten, dass die internationale Konjunktur nach der ersten kräftigen Aufholbewegung im Verlauf von 2010 wieder etwas an Schwung verlieren wird, was auch der weiteren Konjunkturerholung in der Schweiz Grenzen setzt. Für 2010 rechnet die Expertengruppe daher mit einem nur schwachen BIP-Wachstum (+0,4% anstatt -0,4%) und mit einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit.

2. Schweizer Studierende zeigen vermehrt unternehmerische Absichten

Obwohl die Schweizer Studierenden vermehrt unternehmerische Absichten zeigen, bleiben diese doch unter dem internationalen Durchschnitt. Dies geht im Wesentlichen aus einer internationalen Studie der Universität St. Gallen und der European Business School hervor. In dieser Studie erfährt man, dass in der Schweiz die überwiegende Mehrheit der Studierenden (83%) eine abhängige Tätigkeit anstreben, und nur etwas mehr als 10% eine unabhängige Tätigkeit planen. Auf internationaler Ebene liegt der Anteil der Studierenden, die eine abhängige Tätigkeit ausüben möchten bei 76%.

3. Weiterhin wenig gleichberechtigte Arbeitsteilung bei Paaren

Die gleichberechtigte Arbeitsteilung bei Paaren ist in der Schweiz noch nicht realisiert. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) arbeitet bei fast jedem zweiten Paar (42%) der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit. Nur bei 23% der Paare sind Mann und Frau beide Vollzeit erwerbstätig. Auch in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Belgien weisen die Männer einen höheren Beschäftigungsgrad auf. In den meisten Fällen haben die Präsenz und das Alter von Kindern einen entscheidenden Einfluss auf die Arbeitsteilung: In der Schweiz arbeiten bei 37% der Paare mit einem Kind unter 6 Jahren der Mann Vollzeit, während die Frau keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.

4. Finanzhilfen für Unternehmen zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau

Geringere Fluktuation, erleichterte Personalrekrutierung, grössere Produktivität, mehr Innovation, fortschrittliches Image: Diese Ziele können Unternehmen erreichen, wenn sie das Potenzial von Männern und Frauen optimal nutzen - indem sie allen die gleichen Chancen geben. Viele Unternehmen haben diese Erfahrung bereits gemacht. Das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) stellt pro Jahr rund 1 Million Franken zur Verfügung für unternehmensinterne Projekte, welche die Chancengleichheit fördern. Auf den 31. März 2010 können Unternehmen neue Finanzhilfegesuche einreichen. Informationen zu den Finanzhilfen sowie Anregungen zu möglichen Projekten finden sich im Internet unter www.mann-und-frau.ch.

Dass Chancengleichheit von Mann und Frau für jedes Unternehmen ein Gewinn ist, bestätigen der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) und das Schweizerische Institut für Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder (sivg). Beide unterstützen die Finanzhilfen ideell.

5. Innovations Check für KMU

Bundesrätin Doris Leuthard trifft am 9. November 2009 rund 400 Führungskräfte am CNO-Panel in Bern. Thema des diesjährigen Anlasses ist die Innovationskraft. In Zusammenarbeit mit der Input Unternehmens- und Marketingberatung AG lancierten die Organisatoren eine Online-Umfrage zu diesem Thema. Ihre Antworten werden bis zum 30. September 2009 für die Auswertung berücksichtigt.

6. Wie KMU die Krise nutzen: Im neuen Extrablatt von EnergieSchweiz

Die aktuelle Wirtschaftkrise eröffnet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nicht nur Probleme, sondern auch neue Wege, besonders im Energiebereich. Den einen verleihen die Stabilisierungs- und Förderprogramme der öffentlichen Hand den nötigen Schub, um in der Energiebranche Fuss zu fassen. Andere Unternehmen haben ihre Anlagen und Prozesse energetisch optimiert und sparen damit viel Geld. Das neue Extrablatt für KMU von EnergieSchweiz stellt einige dieser KMU vor, die mit gutem Beispiel vorangehen. Nachahmung empfohlen.

7. Strompreise 2010: ElCom lanciert Strompreis-Übersicht im Internet

Seit Ende August sind die Strompreise für das Jahr 2010 bekannt. Ab sofort können Konsumentinnen und Konsumenten ihre Elektrizitätstarife für das Jahr 2009 und 2010 auf der neuen Strompreis-Webseite der ElCom abrufen und auf einer Karte mit den Tarifen in anderen Gemeinden vergleichen. Erstmals ist auch ein Vergleich der einzelnen Preiskomponenten möglich.

8. Pandemische Grippe: Organisation und Kosten der Impfung für die Bevölkerung geklärt

(18.09.2009)  Die Impfung der Schweizer Bevölkerung gegen die pandemische Grippe H1N1/2009 wird von den Kantonen organisiert. Die Kosten der Impfungen werden von Bund, Kantonen und Krankenversicherern gemeinsam getragen. Der Bundesrat hat heute den entsprechenden Vertrag genehmigt.

9. Strafregister-Auszug ist neu auch elektronisch und digital signiert erhältlich

(01.09.2009) Ab heute kann beim Bundesamt für Justiz (BJ) der Strafregister-Auszug neu auch als elektronisches, digital signiertes Dokument bestellt werden. Damit stellt erstmals in der Schweiz eine Behörde einen Registerauszug als PDF-Dokument mit digitaler Signatur aus.
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