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Gute Finanzierung für Unternehmen in der Schweiz


(30.01.2013) Die KMU in der Schweiz profitieren trotz Schuldenkrise und Frankenstärke weiterhin von guten Finanzierungsbedingungen. Laut einer Erhebung des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) legt der Kreditmarkt eine hohe Widerstandsfähigkeit an den Tag.

Die Studie, die das SECO im November 2012 bei 1002 Unternehmen durchführte, belegt besonders den leichten Zugang zu Krediten in der Schweiz: nur 5% der KMU, die in letzter Zeit einen Bankkredit beantragten, erhielten eine Absage, während es 2010 noch 7% und 2009 sogar 9% waren.

Die Aufteilung der Finanzquellen bleibt weitgehend unverändert. 65% der KMU nehmen keinen Bankkredit in Anspruch, sondern finanzieren sich ausschliesslich über Eigenkapital oder anderes externes Kapital wie Darlehen von Drittpersonen. Dieser Anteil ist gegenüber 2010 (68%) leicht geschrumpft. Einige Bankkredite haben den Kreditnehmer gewechselt: 7% der Unternehmen haben ihre Darlehen zwischen 2010 und 2012 zurückgezahlt. Zugleich nahmen 6% von ihnen in diesem Zeitraum einen Kredit auf, während sie zuvor ohne diese Finanzhilfe ausgekommen waren.

Trotz dieser positiven Ergebnisse beurteilt die Hälfte der KMU, die sich in den letzten zwölf Monaten Fremdkapital beschafften, die Finanzierungsbedingungen schlechter als im Vorjahr. 2010 belief sich dieser Anteil auf 35%. Ihrer Meinung nach macht sich diese Verschlechterung vor allem beim Umfang der Darlehen und Kreditrahmen, den geforderten Sicherheiten und den Finanzierungskosten bemerkbar. Bei 16% der Unternehmen stiegen die Zinssätze. 19% erhielten eine höhere Ratingnote, während sich nur 11% in der Bonitätswertung verschlechterten.

Die Studie belegt ferner, dass 32% der KMU Umsatzverluste hinnehmen mussten und sich bei 14% von ihnen in den letzten zwölf Monaten die Auftragsbestände verringerten. Zugleich verbuchten 30% steigende Einnahmen und 19% werden künftig ein höheres Arbeitspensum haben. Darüber hinaus rechnet die grosse Mehrheit der Unternehmen (85%), die gerade einen Bankkredit nutzen, in den kommenden zwei oder drei Jahren mit einem Umsatzplus, womit dieser Anteil heute deutlich höher ist als 2010 (49%).

Die Befragung lässt ausserdem erkennen, dass Exportunternehmen die Zukunft optimistischer sehen als diejenigen, die nur auf dem Binnenmarkt tätig sind. Dabei wiesen die exportorientierten KMU in den vergangenen zwölf Monaten weniger gute Ergebnisse auf: 37% von ihnen erlitten Umsatzeinbussen, während der Anteil bei den binnenmarktorientierten KMU etwas niedriger war. Hinzu kommt, dass die Gewinne bei 39% der Exporteure, aber nur bei 30% der in der Schweiz tätigen Unternehmen rückläufig waren.

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Zuletzt aktualisiert am: 30.01.2013

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