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Das Internet ist der wichtigste Wachstumsmotor für die Medienbranche


(22.12.10) Die Umsätze in der Medien- und Unterhaltungsindustrie der Schweiz werden 2014 voraussichtlich bei CHF 12'584 Milliarden liegen, womit ein Anstieg von 20% gegenüber den gegenwärtig verbuchten CHF 10'402 Milliarden erzielt würde. Gemäss einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) wird der Löwenanteil auf die Ausgaben für den Internetzugang entfallen (CHF 2,6 Milliarden), gefolgt von Zeitungen (CHF 2,2 Milliarden), TV-Gebühren und Lizenzen (CHF 2,1 Milliarden) und Internetwerbung (CHF 1,2 Milliarden).

Der Ausbau des Internetsektors wird den wichtigsten Wachstumsmotor bilden, wobei der mobile Internetzugang besonders gewinnträchtig sein wird. Hier wird ein Anstieg der Nachfrage um 16,8% pro Jahr erwartet, was dem Einzug von Smartphones, Netbooks und Tablet-PCs zu verdanken ist.

Für die Internetwerbung, die in der Schweiz einen enormen Nachholbedarf hat, prognostiziert PwC ein jährliches Wachstum von 15,7%. Obwohl die digitale Werbung auf dem Vormarsch ist, wird die Printwerbung (Abonnemente, Verkäufe, Werbung) weiterhin den grössten Marktanteil beanspruchen.

Musikpiraterie und günstige digitale Formate, die die physischen Formate ersetzen, führen dazu, dass der Schweizer Markt für Musikdateien (Tonträger, Downloads, Streaming) nur ein schwaches Wachstum von 0,9% pro Jahr verbuchen wird. Der digitale Vertrieb wird dagegen um 14,7% pro Jahr bzw. um CHF 15 bis 20 Millionen zunehmen.

Der Verkauf und Verleih von Videos sowie die Downloadgebühren im Internet werden zu einer Umsatzsteigerung von CHF 335 Millionen im Jahr 2009 auf CHF 386 Millionen im Jahr 2014 führen. Im Filmsegment wird dem Bereich der digitalen Downloads ein jährliches Wachstum von gigantischen 91,1% prophezeit.

Trotz der zunehmenden Digitalisierung werden die Zeitungen nicht verschwinden. Die Umsätze werden voraussichtlich stabil bleiben, das Wachstum jedoch minimal. Die Verlagshäuser haben die Möglichkeit, als Ergänzung zu den traditionellen Printmedien über eine Vielzahl von Bildschirmen und Medien ein immer stärker fragmentiertes Publikum zu erreichen. Trotzdem wird das Wachstum wahrscheinlich nicht über 0,8% pro Jahr hinausgehen.

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Zuletzt aktualisiert am: 22.12.2010

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