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Die Schweizer Wirtschaft wird ihr Wachstum 2011 fortsetzen


(22.12.10) Die Schweiz wird im kommenden Jahr von einer Erholung der Exporte und von einer kräftigen Binnenwirtschaft profitieren, so die Experten von Economiesuisse, die ein BIP-Wachstum von 2% prognostizieren. Der starke Franken wird das Wachstum der Exportunternehmen beeinträchtigen, doch im Baugewerbe und beim Konsum wird es aufwärts gehen, was den steigenden Löhnen, dem Rückgang der Arbeitslosigkeit, den niedrigen Zinssätzen und der Netto-Zuwanderung zu verdanken ist.

Die Exporte werden sich trotz der Stärke des Franken weiter erholen. Wie bereits 2010 werden sowohl die Binnenwirtschaft als auch die Exportwirtschaft zulegen. Das Wachstum der Exportunternehmen wird sich allerdings spürbar verlangsamen. Während die chemische und pharmazeutische Industrie, das Schwergewicht unter den Exportbranchen, 2009 den BIP-Rückgang in der Schweiz deutlich bremsen konnte, sind die Aussichten für das kommende Jahr in diesem Sektor bescheiden, da viele Industrieländer in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Die Uhrenindustrie profitiert von einer weltweit soliden Nachfrage und kann zuversichtlich nach vorne blicken.

Für die kommenden Monate sind Lohnerhöhungen von weit mehr als 1% zu erwarten. Zugleich rechnet Economiesuisse mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit, die 2011 voraussichtlich bei rund 3,2% liegen wird. Das höhere verfügbare Einkommen in der Bevölkerung wird private Investitionen in Bauprojekte begünstigen, und auch die Konsumausgaben werden im nächsten Jahr noch weiter ansteigen.

Die Nachfrage auf den Weltmärkten, insbesondere die gute Konjunktur in Deutschland und in den Schwellenländern, wird dieses Wachstum antreiben. Die Verschuldung in der Europäischen Union stellt jedoch ein erhöhtes Abwärtsrisiko dar. Trotz des Eingreifens der Europäischen Zentralbank (EZB) und der ergriffenen Rettungsmassnahmen könnte die Eurozone auseinanderbrechen, was den Franken abrupt aufwerten würde und schwerwiegende Folgen für die Konjunktur hätte. Weitere Risikofaktoren sind das unsichere Wachstum in den USA und die Blasenbildung in den Schwellenländern.

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Zuletzt aktualisiert am: 22.12.2010

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