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Firmenkonkurse erreichen neuen Rekord


(07.04.10) Im ersten Quartal 2010 mussten 1'685 Firmen Konkurs anmelden. Gemäss den Statistiken von Creditreform ist der traurige Rekord vor allem auf die Anwendung des Artikels 731b des Obligationenrechts zurückzuführen, der die Auflösung von Kapitalgesellschaften bei Mängeln in der Firmenorganisation regelt. Gleichzeitig stieg die Zahl der Neueintragungen, womit sie auf den zweithöchsten Wert seit 2007 kam.

Nie zuvor wurden in einem einzigen Monat so viele Firmenkonkurse verzeichnet. Mit 645 Konkurseröffnungen wurde im März 2010 ein neuer Rekordwert erreicht. Die Zunahme beträgt etwas mehr als 50%. Und selbst wenn man die Konkurse nach Art. 731b ausser Acht lässt, liegt der Anstieg immer noch bei etwa 23% und damit über dem Wert des Vorjahresmonats.

Die Zahl der Privatinsolvenzen kam im März 2010 auf 488 und liegt damit ebenfalls über dem Wert des Vorjahresmonats. Trotz dieser hohen Zahl bleiben die per 31. März insgesamt für 2010 registrierten Privatkonkurse unter dem Vorjahreswert, der 5,1% betrug.

In der Ostschweiz, der Zentralschweiz und der Nordwestschweiz weisen immer mehr Firmen Mängel in der Organisation auf und werden nach Art. 731b OR per Konkursverfahren aufgelöst. Anders sieht es im Kanton Bern aus, wo der Anstieg von knapp 60% ausschliesslich auf Insolvenzen zurückzuführen ist, da die Bestimmungen des Art. 731b OR im Kanton Bern immer noch nicht angewendet werden.

Mit 3'503 Neueintragungen im März 2010 wurde der höchste Wert des laufenden Jahres erzielt. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Plus von 14%. Trotz der hohen Zahl der Neueintragungen liegt das Nettowachstum mit 2'916 Firmen um 10% unter dem Vorjahreswert, da es zu zahlreichen Löschungen kam (2'372 im März 2010).

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Zuletzt aktualisiert am: 07.04.2010

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