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Reicht eine Woche Urlaub, um sich zu erholen?


Während für die Volksinitiative von Travail.Suisse für einen Jahresurlaub von sechs Wochen seit Beginn der Kampagne schon 60'000 Unterschriften gesammelt wurden, bringt nun die Studie einer Arbeitspsychologin der Universität Konstanz den verbreiteten Glauben ins Wanken, die Erholung sei umso besser, je länger der Urlaub ist.

Der Umfrage zufolge ist diese These nicht haltbar. Nach einer Woche Urlaub sei demnach das Gefühl des Ausgeruhtseins dasselbe wie nach zwei, drei oder vier Wochen, wobei das Hauptargument von Travail.Suisse gerade im Entspannungsbedürfnis der immer stärker unter Druck stehenden Arbeitnehmenden besteht.

"Mehrmals im Jahr eine Woche Urlaub zu machen, ist erholsamer als viele Urlaubstage am Stück", sagte die Leiterin der Studie, die Psychologin Sabine Sonnentag, gegenüber der Zeitung Der Bund.

Die Studie sagt nichts Eindeutiges darüber aus, ob ein Ortswechsel, also zum Beispiel ein exotisches Reiseziel, sich entscheidend auf den Erholungseffekt auswirkt. Laut Sabine Sonnentag können die langen Reisewege in einigen Fällen einen Stressfaktor darstellen, doch die Psychologin präzisiert, dass sich andererseits viele Menschen leichter entspannen, wenn sie ihr alltägliches Umfeld nicht mehr vor Augen haben.

Travail.Suisse weist auf ihrer Website nachdrücklich darauf hin, dass die Schweizer Beschäftigten im Durchschnitt drei Wochen weniger Ferien haben als die übrigen Europäer. Die Organisation stellt ausserdem fest, dass die Urlaubsregelungen zwischen den einzelnen Branchen enorm schwanken. Viele Arbeitgeber halten am gesetzlichen Minimum von vier Wochen fest; andere haben das Recht auf fünf oder sogar mehr Wochen bezahlten Urlaub eingeführt.

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Zuletzt aktualisiert am: 20.08.2008

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