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Lohnverhandlungen bei boomender Konjunktur

Lohnverhandlungen bei boomender Konjunktur
Kein Wölkchen trübt den Konjunkturhimmel und so steckt sich der Arbeitnehmerdachverband Travail.Suisse gemeinsam mit den Gewerkschaften Syna, Hotel & Gastro Union und transfair für die Löhne im Jahr 2008 sehr hohe Ziele. Sie fordern je nach Branche eine nominale Lohnerhöhung von 2 bis 4%. Der Wirtschaft geht es bestens, was diese Anpassung nach Meinung der Gewerkschaften rechtfertigt.

"Zwischen 2004 und 2006 hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6,7% zugenommen, die Konjunkturaussichten sind nach wie vor hervorragend, aber die Reallöhne haben sich nicht verändert", sagt Suzanne Blank, zuständig für die Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. "Es ist also nur gerecht, wenn die Arbeitnehmenden jetzt auch die Früchte ernten, die sie erarbeitet haben", argumentiert Travail.Suisse. Die berufsübergreifende Gewerkschaft Syna fordert ihrerseits für 2008 eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 3% für alle Arbeitnehmenden.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) hingegen lehnt generelle Lohnerhöhungen ab und zieht eine Kombination aus Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen oder Boni vor. "Dadurch können die Unternehmen eine gewisse Flexibilität bei den Lohnkosten bewahren", meint Thomas Daum, Direktor des SAV.

Jedenfalls wird sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt, die für die Arbeitnehmenden im Moment günstig ist, mit Sicherheit auf die Lohnverhandlungen auswirken. "In vielen Branchen gibt es Anzeichen von Arbeitskräftemangel, was wiederum die Löhne beeinflussen wird", so Thomas Daum. "Viele Unternehmen suchen Mitarbeitende, vor allem im Finanz- und Pharmasektor. Auch die Handwerksberufe profitieren von der derzeitigen Konjunktur."


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Zuletzt aktualisiert am: 15.08.2007

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